Babi
2023-2025
von Anna Froelicher
Ausstellung
Forum Schlossplatz, Aarau CH
Credits
Mit «Babi» lotet Anna Froelicher die materielle und metaphorische Bedeutung eines scheinbar unbeweglichen Artefakts aus: der Panzersperre. Ihr audiovisuelles Essay setzt sich mit diesen «sperrigen Relikten» militärischer Vergangenheit auseinander. Froelicher folgt den Spuren dieser Artefakte, deren Präsenz in der Landschaft eine stillschweigende, doch vielschichtige Erzählung über Sicherheit, Bedrohung und Vergessen transportiert. Der Film bewegt sich zwischen Dokumentation und poetischer Reflexion. Er macht das Gewicht der Panzersperren spürbar - nicht nur als physische Masse, sondern auch als verdichtete Erinnerungsschicht. In der Begegnung mit Materialitäten und Bedeutungsverschiebungen eröffnet «Babi» eine sinnliche Annäherung an die Panzersperren und ihre Einbettung in das kollektive Gedächtnis. Die künstlerische Auseinandersetzung wird so zur Spurensuche: ein Versuch, sich einem widerspenstigen Objekt anzunähern - und in dessen Widerstand Resonanzen zu entdecken. (Text: Sønke Gau)
«Babi» ist entstanden im Rahmen des ethnografisch-künstlerischen Forschungsprojektes «Materialisierte Erinnerungen der Landschaft». Das Projekt widmete sich den Geländepanzerhindernissen (Panzersperren) als vergessene Artefakte der kollektiven Erinnerung im Schweizer Mittelland.
Finanziert durch die Zürcher Hochschule der Künste und den Schweizerischen Nationalfonds.
Ausstellung kuratiert von Barbara Ruf, Sønke Gau und Simon Graf, Forum Schlossplatz Aarau
CH 2025